II. P e r s e p o l i s.
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gel wußte. Nun ist aus Zend-Avcsta bekannt, daßdie Zeit ohne Gränzen (ks tonips saus boiriss)das erste Principium der ganzen Perser-Theologie ge-wesen, und wenn dieser Idee ein Attribut gegebenwerden sollte, konnte ihr wohl ein anderes als diesesgegeben werden? Ec, der mit dem Ringe der Ewig-keit umgürter ist, hält den kleinen Ring, die Zeit,in seiner Hand; welches letzte Symbol, wie wirbald sehen werden, vielleicht noch eine nähere Be-ziehung auf Den hat, der hier mit der himmlischenGestalt redet. So wäre also dies Bild erklärt, undich muß sagen, daß diese Vorstellung desselben aufdiesen Gräbern*) eine Hoheit und einfältig-reinePracht hat, die vielleicht einzig ist in einem so altenDenkmahle: denn die Idee ist simpel, und die Ver-zierungen sind im größesten Geschmack, gegen welchemanches andere hochgefeyerte Kunstwerk, wie eineHütte gegen einen Pallast, erscheinen würde. Präch-tige Säulen, Reihen von Menschen und Thierentragen die einfache Vorstellung zweyec Redenden, die.nichts als die Sonne und Altar neben sich haben,einer schwebenden Gestalt und eines vor ihr stehen-den Menschen.
2, Wir kommen zur Hauptperson dieserGebäude, die bald stehend, bald sitzend, immer aberausgezeichnet, geehrt von Menschen und von de?"Gottheit begleitet, vorgestellt wird; wer ist dieselbe?ein König oder ein Priester? Die ganze Vorstel-lung sagt: kein bloßer Priester. Auf der Facade
*) Sic ist mehrmals Wiederholer. Siehe KämpferFig. IV. V. VI, VII. p. 3o/.
Philos, u. Gesch. I. LH, E
Oie Vonivelr.