Mauern Persepolis ist sie gerade über dem Hauptdes lebenden, gehenden, sitzenden, Gericht haltendenKöniges. Ans dem Grabmahl hat sie die Sonneam Ende der Wand hinter sich: der Altar mit demheiligen Feuer stehet in einiger Entfernung vor dem,der mit dieser Gestalt spricht; sein Auge ist wederauf die Sonne, noch auf den brennenden Altar, son-dern auf sie gerichtet. Daß in der persischen Reli-gion dergleichen Gespräche zwischen heiligen Personenund der Gottheit oder himmlischen Geistern undGenien geschahen, bedarf keines Erweises; derhalbe Zend-Avesta ist voll solcher Gespräche, de-nen ich, wenn die Redenden in ein Bild gestelltwerden sollten, kein einfacheres als dieses zu gebenwüßte *).
Und wie wird dies höhere Wesen hier vorgcstel-let? Als eine bekleidete menschliche Ge-stalt, die unter der Brust in Flügel und
Königs in der Sprache des Zend-Avests nennen,d. i. seine eigne geistige himmlische Gestalt, dieihn begleitet.
-) 2eucl-Kvesta Vol. ,11. ?. I. im Bendidad, imLeben Zoroasters selbst u. f. (Die Jeschr Sü-des, Neäsch und Farvardins sVol. 111senthalten eine lange Reihe solcherA n b e t u n g s-grüsse sJzeschnes an die Feruer's sFreue-ichims und andere himmlische Wesen; manche fastin der Manier der Orphischcn Hymne n).
Anmerkung der zwenten Ausgabe,