!»
II. P e r s e p o l i s. 6r
selbe große Vorstellungsart befolget*). Wir fragenalso: wer ist die himmlische Gestalt, dieüber dem Haupt oder vor dem Angesichtdes edeln Sterblichen schwebet? wer istdieser erhabene Mann selbst? und wersind die zahlreichen Heere, die zu ihmwandern? Sind diese drey Fragen aufgelöset: sosind auch die Ruinen erkläret.
i. Die schwebende Gestalt halt Hyde für einBild der Seelcnunsterblichkeit, oder vielmehr für einSymbol der Auffahrt Gustasps auf den Berg Dum-mavand**); eine Muthmaßung, die von keinem ein-zigen Umstande des Symbols unterstützet wird. NachKampfer, Chardin, le Brun u. f. schwebt dieFigur auf dem Grabmahl dem Sprechenden entge-gen, nicht von ihm weg, wie Hyde sie abgebildcthat***); und in allen andern Vorstellungen.auf den
*) Kämpfer S. 3i3. le Lrun Ift3. LstaräiwI.XVIl. I.XVIII.
**) cle rsliz. vet. kers. p. 3c>6.
*") 1'ak». VI. p. 3c>5. Er hat sie wahrscheinlich ausChardin tab. I.XVIII., wo die schwebende Ge-stalt, verglichen mit Kämpfer S. 3>3., und Char-dins eigener Tafel I,XVII. offenbar verzeichnetworden. Niebuhr hat diese Tafel nicht, und inle Brun ist sie unkenntlich; sie verdient also nochdie Berichtigung aus Niebuhrs Papieren. WareHyde's Abbildung die rechte: so könnte mandie schwebende Gestalt eher den Feruer des