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II. P e r s e p o l i s. 5^
nicht der Aegyptische Sphynx: denn es ist aus ganzandern Veranlassungen in andern Regionen erwach-sen. Es ist keine weibliche Figur, wie der Sphynxin Aegypten war; sondern ein bartiger Mann: dasDiadem ist auf seinem Haupt: man sicher ihn aufkeinem Felde dieser Ruinen im Streit, daß ec voneinem Thier angefallen, oder von einem Menschengetödtet werde u. f. Er stehet also dem Einhorn inseinen Attributen entgegen; und da an sprechendenThieren dieser Art Asien reich ist, so daß sichMahrchen von ihnen bis unter die Mongolen, ja zuden Tungusen hin verbreitet haben, so dünkt mich,sind die Symbole an diesen beydcn Figuren so klargegeben, wie bey irgend einem Gesicht Daniels,Esra oder der Apokalypse. Der Schmuck, den beydeThiere an sich haben, ist in der Tradition gegrün-det, und wird in jeder Beschreibung der Morgen-lander von ihnen reichlich wiederholet. Noch jenerAl-Borak, auf welchem Mohammed in den Himmelfuhr, war ein Thier dieser Art, größer als ein Esel,kleiner als ein Maulthier. Er hatte ein Menschen-gesicht und Pferdesgebiß: die Mahne seines Halseswar von feinen Perlen, umstrahlt mit Licht, undalle seine andern Glieder bis auf seinen Schweifwaren mit Edelgesteinen aller Gattung gezieret. Erhatte Adlersflügel und eine menschliche Seele: er
verstand, was man sprach: mit Perlen und Edelge-steinen war er bczaumt und umgürtct*). — Mo-hammed und seine Nachfolger erfanden dieses Bild
*) OsAnisr Vis <le lVIolismineä 1, I. Il,, H. «tal. al.