Sagen, die längs dem Asiatischen Gebirge bingc-hen und mit Farben, die sich nach dem Charakterder Völker und Gegenden verändern, vom Easpi-schen bis zum Weltmeer reichen. Es wird sich an-derswo eine Gelegenheit darbietcn, von diesen altenGeschöpfen der menschlichen Einbildungskraft aus-führlicher zu reden; hier bemerken wir nur, daß we-der das Einhorn, noch das andre geflügelte Fabelthicrauf den Ruinen Persepolis aus Aegypten geholt,sondern völlig Asiatischen Ursprunges sey; welcherUrsprung uns auch seine Bedeutung weiset.
Aus den Gedichten mehrerer morgenländischcnVölker nämlich ist bekannt, daß sie die Bilder derThiere vorzüglich zu Bildern der Menschenu n d V ö l k e r wählen, weil in der Sprache derältesten Welt sowohl Tugenden als Laster, und jedevorzügliche Eigenschaft unsers Geschlechts nicht besserals durch eine Gestalt der Thiere ausgedruckt werdenkonnte. Die Thiergestalten, unter welchen Jakobseine Söhne und Moses die Stamme seines Volksbezeichnen * *), sind hievon eins der ältesten Bcy-spiele; das sogenannte Einhorn (Reem) ist schon un-ter diesen Bildern. Der Moabitische Segensprecher,Bileam, braucht es zweymal, um die Stärke des
Hebers, Loclrart Uleroroic. ?. II. I-» VI.äs iiniiri-rl. Inbulos. st nl. Wenn Athenaus(B. XI.) von den Zierrathen Persischer Becherredet, vergisset er nie dieser erdichteten Thiere.
*) i Mos. sig, Z. rsi. 17. 2r. 27. 5 Mos. 33 , 17.