I. Denkmahle der Vorwclt.
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Wenn also auch, wie ich doch nicht glaube, dieKunst der Indier als Kunst keinen Werth erhielte;in der Geschichte der Menschheit wird sic ihn je undimmer als Denkmahl eines philosophischenSystems behaupten, das vielleicht nur am Gnngaentstehen konnte, an ihm aber auch unvergänglich zuseyn scheinet. Ich zeichne einige Hauptsätze diesermerkwürdigen Philosophie aus, und setze sie mit derKunst in Verbindung.
i. Eine schaffende, erhaltende undzerstörende Kraft war die Grundlage diesesSystems, das sich eben so sehr der sinnlichen An.schauung, als der tieferen Forschung empfiehlt. Andie Principren der Perser von Licht und Fin-sternis, an die Systeme anderer Nationen vonthätigen und leidenden Kräften der Na-tur konnte allerdings viel Wahres und Gutes ge-knüpft werden: ich zweifle aber, ob Eins derselbendieser Trias von Kräften an Allgemeinheit, Leichtig-keit und Anmuth der Ueberschauung gleich sey. JedeBlume lehrt uns dieses System, (die Indier liebtendie Blumen,) und was jene lehrten, bestätigen dieBlumen des Himmels, Sonncn-Systcme, Milch-straßen, als Thcile des Universum: Schöpfung, Er-haltung und Untergang sind die drey Punkte ihrergroßen oder kleinen Epoche. Die schaffende Kraft,Brama, ward bey den Indiern bald in den Schat-ten gedrängt und um den lautesten Theil ihrer Ver-ehrung gebracht: (denn wie wenig wissen wir von
der Schöpfung!) indeß Wistnu und Siwa, der durch-