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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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I. Dcnkmahle der Vorwett. 3r

die zarte Genauigkeit, den religiösen Fleiß, die un-ermüdliche Aufmerksamkeit dazu, mit denen vielleichtnur sie Werke der Kunst vollführen konnten, wie sieWerke des mühsamsten Fleißes vollführen; was wer-den wir von ihren Abbildungen so feiner Dichtungnicht auch in Gemahlden oder andern Vorstellungenerwarten. Und wenn wir Gelegenheit hatten, Indi-sche Mahlereycn oder andere Kunstwerke aus denjetzigen Zeiten ihres allgemeinen Bedrucks und Ver-falls zu sehen und die schönen Farben, den feinenFleiß, die zarte Seele in ihnen zu bemerken; werwürde nicht neugierig auf die Denkmahle ihrer bes-sern und besten Zeiten! wer wünscht nicht am BergeMeru einen Parnaß, auf Agra's Fluren ein Thes-salien, und an den Ufern des Ganga ein asiatischesAthen zu finden?

Ganz betrügt uns vielleicht diese Hoffnung nicht;und wenn einst die Denkmahle der Kunst und Dich-tung jener Gegenden uns wie die Griechischen dar-gelegt würden; so wird nach manchem schon bekann-ten Winke man wenigstens Bedenken tragen, dieIndier hinfort, in Ansehung der Kunst und Dicht-kunst, noch hinter die Aegyvter zu setzen, und sie,die unter allen Völkeris der Erde vielleicht am we-nigsten Barbaren sind, unter rohe Barbaren zu zah-len. Niebuhr * *), der viele ägyptische Denk-

ok ills Hinäoos, und. die Nachricht jedes Rei-senden , der nicht gegen die Nation eingenommenwar.

*) Niebuhrs Reisebeschreibung LH. 2 . S. 22. u. f.