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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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Ao I. Denkmahle der Vorwelt.

Bäume, Pflanzen, Blumen, der Jahreszeiten, jaselbst der musikalischen Tone, sind beynahe die zar-teste Sprosse einer menschlichen Dichtung. Was kannnicht aus Geschöpfen dieser Art in Bildern geformet,und in der verstellenden Kunst sowohl, als in tonrei-chen Worten gedichtet werden?

Fügen wir nun hinzu, daß die Indier, inson-derheit in den obern Stammen, ein schön gebildetesmusikalisches Volk, und das weibliche Geschlecht un-ter ihnen, nach der glaubwürdigsten Reisenden Zeug-niß, in der Kindheit und den jüngeren Jahren vonsehr zarter Bildung sind: fügen wir hinzu, daß dieReligion der Bramanen, nordwärts ausgegangcn,unweit der Granzen von Kaschmire, im Mittelpunktder Schönheit Asiens, ihren ersten mythologischenWohnsitz aufgeschlagen und Krisna bep seiner Er-scheinung sich die schönsten fröhlichsten Stämme ge-wählt habe; ziehen wir den feinen sinnlichen Ge-schmack der Bramanen in Betracht, der, von Wcin-und Thierspeise gesondert, die Blume und das Was-ser feiner als irgend eine andere Nation kostet, dieOrgane des Gefühls, der Sinne und der Einbil-dungskraft rein erhalt, und keine stürmische Leiden-schaft der Seele von langen Generationen her ken-net: bemerken wir, daß unter allen Nationen derErde die Indier das einzige Volk sind, das die sinn-liche Wollust zur schönen, ja sogar zur gottesdienst-lichen Handlung gemacht hat *); und fügen dann

') Siehe hierüber Grose, de Pages, Makin-losch, die Lleetokes relatuig to tlie mauners