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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
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I. Dcnkmahle der Vorwelt.

erschien er wie ein schöner Jüngling, Bogen undPfeile in seiner Hand, und befreyete die Welt von Un-geheuren und Riesen. Als Balapatrcm und Prassura-ma lehrte er die Menschen Fleiß und Tugend; in je-ner Verwandlung wußte er selbst nicht, daß erWistnusey, und tragt die Pflugschaar. Als Krisna kam erauf die Welt, die grausamen und stolzen Könige zustürzen. Alle Götter hielten sich bereit, ihn anzubeten,sangen sein Lob, und warfen ihn mit Blumen. DieHarmonien der Engel erklangen, und alle Sterne sa-hen glückbringend nieder. Von einer Hirtin erzogen,hütete er als Schäfer die Heerde; die melodischenTöne seiner Hirtenflöte lockten die wilden Thiere zuihm, sie bezauberten Schäferinnen und Schäfer;neun liebende Mädchen sind in seinem Gefolge, mitdenen er tanzt und scherzt. Er tödtete die ungeheureSchlange Kalija, schützte den tugeudsamen König Dar-ma-Raja; fand allenthalben Anhänger und Freun-de, und lebte ein fröhliches Leben bis zu seinem selbst-erwahlten Ende. Er ist der Licblingsgott der Indi-schen Weiber; in seinen Abbildungen erscheint ervor allen Rama's mit Blumen gekränzt, mit Edel-geste'inen geziert, leicht und fröhlich. DergleichenVorstellungen Wistnu's gibts noch mehrere, undseine Gemahlin sowohl als Einer seiner Söhne sindBilder der Schönheit. Lakschmi, seine Gemah-lin, die Göttin des Reichthums, entsprang mit derGöttin der Wissenschaft und der Harmonie aus demMilchmeere; Wistnu fand sie in einer Rose vonhundert und acht Blättern, tausend und acht kleinenBlättern; und erzeugte mit ihr Rama oder Ma Ir-ma di, den Herzensnager, den Gott der Liebe. Die-ser ist ein Kind; den Köcher trägt er auf dem Rük-