16 1. Denkmahle der Vorwelt.
waren mit ihren Feuertempeln weniger an ein Va-terland geheftet, da der Pallast Dshcmsh j d snur ein Heiligthum ihrer Staatsverfassung gewesenzu seyn scheinet. Und doch, wie sehr hat auch dießVolk eben in seinen Urgegenden auf manche zumTheil noch unerkannte Art fortgewirket! Die Höh-len und Tempel des obcrtt Aegyptenssind langst eine Wohnung der Nachtvogel und Räu-ber; die Wirkung derselben aber, ihre sogenannteWeisheit, ihre Geheimnisse, ihre Symbole, wieweit umher ist sie verpflanzt! in welche Formen istsie mctamorphosirt worden! Endlich die armen K r yp-te n d e s I ü d i sc h e n L and e s, ursprünglicheHöhlen der Troglodyten, nachmahls Gräber der Kö-nige und der Reichen, zu wie Manchem haben sieAnlaß gegeben, was ohne sie schwerlich auf so vieleVölker verbreitet wäre! In diesen unterirdischenGrüften war eine Versammlung der Väter, einTodtenreich (Scheol) voll ewigen Schattenlebens.Hier flößen Bäche Belials: hier nagte der Tod;hier in diesen Felsenklüften ward Auferstehung geof-fenbaret. Wäre, wie in Indien, im vordem Asiender Körper verbrannt worden: so wäre wahrscheinlichdie Idee der Seelenwanderung auch hier entstandenoder fortgepflanzt worden, und die Vorsehung hättesich auf einer andern Steile der Erde einen Geburts-ort trostreicher Hoffnungen, deren das bedrückte Men-schengeschlecht bedurfte, erwählet. So allenthalben.Keine Wirkung, die durch ewige Denkmahle insHerz der Menschen gebaut werden konnte, hat ihresZweckes verfehlet. Lasset uns B hören, wie einarmer Israelit nach einer 1200jährigen Verbannungsich nach den nackten Gebirgen, den - Gräbern und
Denk-