I. Denkmahle der Borwelt. r5
borgenen, nur den Priestern bekannten Wege hin-einschlüpfte, und da ewige Ruhe oder ein ewiges Le-ben im Grabe hoffte. Alles dieses athmet den Geistjugendlicher Weltzeilcn; Er war der Riese, der dieseDenkmahle erbaute.
5. Bey allen Denkmahlen der Vor-welt mußman nicht nur zu rückaufdieUrsachen sehen, die solche beförderten,sondern auch auf die Wirkungen, diedadurch befördert wurden: denn kein
Kunstwerk sfeht todt in der Geschichteder Menschheit. Jedermann sind die neuerenHypothesen bekannt', durch die man auf ein Urvolkder Künste und Erfindungen hinauf zu steigen ver-sucht hat; man bemühete sich um sie, seit dem manden Kasten Noah als völlig unbrauchbar ansah. Ei-nen unpartheyischen Forscher der ältesten Denkmahledarf vor jetzt noch keine solche Hypothese kümmern;in der Zusammenwirkung der Völker, inlauter Versuchen zu ihrer Organ isa- -tion liegt ihm das erste Urvolk; und er sieht inder Kette der Dinge nicht nur zu dem hinauf, wasvorher ging, sondern auch zu dem, was darauserfolgte. Vor allem fallt ihm da die gleichsam zumzweyten Mal geschaffene Natur desMenschen, d. i. die ungeheure Neigung ins Au-ge , mit der jedes dieser ältesten Völker noch nachJahrtausenden an seinen Erdstrich, an seine Religionund politische Satzungen gebunden ist. Kein euro-päisches Band vermag die Völker zu binden', wiez. B. die Indier an ihren Ganga, an ihre heiligenOerter und Pagoden gebunden sind. Die Perser