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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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14 I- Denkmahle der Vorwelt.

König, als das Bild der Gottheit, mit Künste»anderer Lander, wie in einen Mittelpunkt vereini-gen konnten, Denkmahle, wie die zu Pcrsepolissind, sehr begreiflich. Nicht anders wars mit In-dien und Aegypten, wo wahrscheinlich, am meistenm Aegypten, die Künste viel einheimischer waren.Die Eintheilung des Volks in Lasten, die strengeUnterwerfung desselben unter Gesetze, Ordnungenund Priester, seine Bestimmung zu einzelnen Ge-werbe», die Genügsamkeit desselben und sein mil-der Himmel unter einer mild despotischen Regierung,die Lebensweise der Acgypter endlich, bcy denen al-les von Höhlen ausging, und deren Kunst vorzüg-lich darin bestand, diese Höhlen zu formen und zubezeichnen, vorliegende Felsen zu Götterbildern,Sphynxen und Obelisken zu bilden; ein Zusam-mentreffen solcher Umstände in einem solchen Zeit-alter machte allein dergleichen Denkmahle möglich.Wir können und werden jetzt so wenig Obelisken alsPyramiden bauen; selbst die Zeit unsrer großenGothischcn Kirchen scheint in Europa geendet; un-ser Fleiß, unsre Sraatskunst wendet sich auf meh-rere, schnellere, oft auch nützlichere Gegenstände.Daß auf die G r a b er der Könige so viel ge-wandt wurde, bezeugt vollends die Jugend derWelt. Man ecfrcuete sich seines irdischen Lebens,man wünschte Unsterblichkeit, und hatte sich nochnicht getrauet, sich jenseit des Grabes derselben zuversichern; man suchte sie also im Grabe, DemMann, dem bey einem kurzen Leben die Welt zuGebothe stand, crbauete sich die prächtigste ewigeWohnung, in welche er als Leichnam, der Sa-ge nach oft mit vielen Schätzen, aber auf einem ver-