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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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I, Denkmahle der Vorweft.

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unserer Erde nirgend aus einem und demselbenQuell entspringen. Ein anderes ists mit Denk-mahlen , die durch alte schriftliche Zeugnisse genaubestimmt sind, oder an denen sich die münd-liche Tradition nach gegebenen Umstanden der Ge-schichte wahrscheinlich hat erhalten mögen. Sonst istin den Sagen Morgenlandes über die Errichtungihrer Denkmahle dem Namen SalomonS so wenigzu trauen, als in andern Gegenden dem NamenAlexanders oder Julius Easars.

2. Vielmehr rede jedes Denkmahlfür sich, und erkläre sich selbst, wo mög-lich, auf seiner Stelle, ohne daß wir irgendaus einer Lieblinqsgegcnd die Erklärung holen. Wennman z. B. in Sibirien oder der Mongoley die ro-hesten Anfänge der Hieroglyphen - Schrift in Men-schen- und Thier-Figuren oder andern Zeichen, aufFelsen gegraben und mit rolhcr Farbe bezeichnet,antrifft; was schließet man natürlicher, als daßauch hier einmal ein Volk den Versuch machte, denfast alle sogenannte Wilden in jeder Weltgegend ge-macht haben, und den täglich jedes Kind macht,wenn es sinnliche Figuren roh entwirft und mit sol-chen irgend ein Andenken bezeichnet. Anmerkens-werth sind dergleichen Figuren, nicht aber wunder-bar: vielmehr müßte man sich wundern, daß solchenicht viel häufiger auf der Erde Vorkommen, wennauch hiervon nicht die Ursache am Tage läge. Danämlich in den meisten Gegenden der alten Welt dieKultur der Künste sehr alt ist, so sind dergleichenKindheitsversuche längst untergegangen, und habensich eben nur in denen vom Mittelpunkt der Kulturentfernten Gegenden, in Nord-Asien, Amerika, viel-