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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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293
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II. Dichtungen. 2Z3

Prometheus. Aus Erde und Wasser.

Pallas. Und welche Neigungen mischtest duin dies feuchte Gebilde?

Prometheus. Alle, deren ich habhaft wer-den konnte, des Fuchses, des Pfaues, des Tigers,des Löwen.

Pallas. Alle diese also müssen nach Gele-genheit auch ihre Rollen spielen. Bey großen Bege-benheiten spielen sie solche grausamer, rascher, schnel-ler; bis endlich doch das himmlische Feuer, das ichdem Menschen aus meinem unsterblichen Schilde ,;u-trug , über sie alle die Oberhand gewinnet, siealle regelt und lenket. Da lausen viele Wünschedem letzten Erfolg voran, fruchtlos voran

Prometheus. Verzeih, große Göttin, unddoch waren sie nicht fruchtlos. Ihr Götter spottetetder Menschen, und ludet ihnen meine erflehte Gabeder Unsterblichkeit auf einen Esel, der sie gegen ei-nen Trunk Wassers an die Hüterin des Quells, dieSchlange, verkaufte

Pallas. Ihr würdet sic vielleicht um einennoch schlechtern Gewinn, als der Esel, verkauft ha-ben: sie ist kein seliges Bcsitzthum für Menschen

Prometheus. Wenn auch Unsterblichkeitnicht; so doch Verjüngung. Ich kenne denBrunnen, worin sie liegt, und gewinne sie von derSchlange wieder.

Pallas. Bruder des EpimctheuS, lehre die.Menschen, wie sie eurer bcyder Gaben ausS besteanwenden und vertheilen. Ihr einzelnes Daseyn ist