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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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'2stc> Ist. Dichtungen.

zenspförtchen, cs ist das gefährlichste, was ihr habt.Hinein gchts lieblich; aber hernach stichts, wie eineSchlange, und brennt, wie eine Otter, oder willgar nicht wieder heraus, weil es durch einen Schlupf-winkel hineinkam. Die Obrigkeit könnt, dürft undwellt ihr nicht rcquiricen, daß sie den East hinaus-treibc: denn ihr nahmt ihn ja selbst gern und willig,ja wider die Gesetze, durch diese Thür aus. Ihrfürchtet also Schaam und Ahndung; oder wenigstensflieht ihr das offenbare Geständnis, und so bleibtmancher Gast sitzen, nur euch zu quälen und zu tur-bircn. Glaubt ihr, daß alle Wirkungen aufs Herz,weil sie daurcnd, auch deswegen erfreulich sind? Ach,es gibt O.ualen und Peinigungen des Herzens, diemancher sich gern verwünschen möchte.

Tochter. Ja, Vater, da peinigt der böseVerstand daS Herz, wenn man nur dessen los wer-den könnte.

Vater. Glaubt das nicht, meine Kinder, dieGäste peinigens, die darin wohnen: sic zerkratzen dieinnern Wände desselben, daß Blutströme von allenSeiten herabcinnen, weil ihr Appetit nicht mehr be-friedigt wird und nicht mehr befriedigt werden kann.Endlich gerätst das Herz in Verzweiflung über seinetraurige Gestalt und über die Gäste in demselben;rS peinigt sich, brennt sich, und möchte sich gernauscciben, daß aus der Asche ein junger Phönixwerde. Die Empfindungen, so daurend sie scyqmögen, sind nicht holdselig.

Töchter. Aber Vater, warum nur die böseSeite der Sache? Es gibt auch gute Gäste, die mitZehrer erquickenden Gegenwart erwärmen und belohnem