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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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255
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II. Dichtungen. 255

Wer mehr bietet, dem giebt sie sich so williger

hin.

Böte Cäsar-August mir die Kaiserhand und die

Welt an;

Abalards Buhle war' ich höher als Casars Ge-mahl.

Aber das Schicksal ruft und die Pflicht ruft:Keine

Genossin,

Als die Göttliche, der selbst dich der Himmel cr-

kohr.

Alles gab' ich um dich; du bist mir Alles; in dir

nur

Lebt Eloise; sie lebt, wenn du die Geister er-hellst. "

Agnes.

Doch der erzürnte Oheim drang, die Thrane des

Greises

Rührte den Jüngling; ach! und er vertraue-re ihr;

Kannte die Furie nicht, die in schwarzer nächtlicher

Höhle

Lauret und lang' anglüht ihren verderbenden

Brand.

Traurig erschien ihr Hymen; mit Schmerz-weissa-genden Thränen,

Dunkler Ahnungen voll gab sie die Hand dem

Gemahl.

Meine Laute verstummt der unmenschlich-grausamen

Rache;

Meine Lippe verstummt