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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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II. Dichtungen.

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Schweigend nennet ihn stets unser verwaisctcsHerz.

Agnes.

Nimm die Harf', o Agathe, wie ich die Laute.

Wir singen

In die Saiten, die uns liebend die Mutter ge-lehrt,

Ihre Schicksale, nein! die hohe männliche Seele,

Die sie in Thronen uns oft, oft im Triumphe

vertraut.

Ach, daß ihr Ohr uns hörte! (Man sagt: die Seele

des Lobten

Weil' im Gehöre;) sie selbst segnete unsern Ge-sang.

Agathe.

Bis die Glocke sie ruft; und die tief - auftönende

Orgel

Und der Chor sie empfangt und das geweihete

Grab,

Laß uns erwecken die Stimme der Sanstentschlafe-

nen. Laute!

Fließt in Tönen dahin, wie sie die Himmlische

sprach.

Agnes.

Ewig ward er geliebt von mir, der Jugcndgeliebte,In dcß göttlichem Geist ich ein Elysium sah,Zn deß holder Gestalt mir alles Schöne der Bor-

welt

Glänzte; die Weisheit selbst, glaubt' ich, sie

spräche durch ihn.