II. Dichtungen.
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verwirrt und damit selbst verlieret, nimmt sie ausdm Händen des Schicksals, was da kommt, undgebraucht es thaiig. Dadurch überwindet sie, auchim Verhaßtesten, das Schicksal. Die höchste weib-liche Hoheit endlich ist Wahrheit; Wahrheit,die von keiner Schminke, von keinem falschen Selbst-lobe weiß, und falschen oder schlechten Ruhm auchvon andern nicht duldet. In diesem Gefühle ver-mag das Weib Dinge zu sagen oder zu lh'un, dieder Mann nicht zu sagen oder zu thun weiß, wennsie entfernt von jeder Anmaßung aus nngcborner oderungebildeter Größe, aus Herzensreinheit han-delt. Die falschen Tugenden und Verdienste ihresStandes, des Christenthums selbst, waren Eloisenhöchst zuwider; durch solche wollte sie, wäre es auchim Himmel, keine höhere Stelle oder Velobnung.Ihr Summum der Weiblichkeit war Manneskraftin jeder zarten und ausdauernden Güte des Weibes.Daß sie ihren beschimpften, geschmähten, verfolgten,sauren, unleidlichen Abalard nie sinken ließ, daß inihr immer, von keinem Flecken getrübt, sein reines,hohes Jugendbild schwebte, daß keine Urkheilc derWelt sie anfochten, darin das kleinste zu andern,vielmehr, auch angebetet in ihrem Kreise, vor ihmverschwand, indem sie ihn, nur Ihn aufrecht zu hal-ten , emporzuheben suchte; diese nie welkende, nieverblühende Jugendkraft und Tugend
ü ckel Oonnegco In Lima*).
*) Ist der Weiblichkeit Gipfel.