Die Scene des Menschengeschlechts ward nunin ihrem Innern verändert. Halbgötter und He-roen erschienen; nicht durch fremde, sondern durcheigene Kräfte: der Saame der Göttlichkeit war insterbliche Leiber gepflanzet. Welche größere Thatengeschahen jetzt! welchen weitern Begierden gab dieenge menschliche Brust Raum! Aeskulapius, Ju-piters Sohn, erweckte Tobte und verminderte demTartarus sein Reich, Herkules und so manche an-dre seiner Art befreyten die Erde von Ungeheuern,und drangen als Sieger selbst in die unterirdischeWohnung, Sanftere Göttersöhne kamen auf sanf-tere Art den Unterdrückten zu Hülfe: manchen frü-hem Simonides erretteten Castor und Pollux, ohnedaß die Geschichte ihre Sagen erhalten. Als einehülfreiche Flamme schwebten sie über den Mastender Schiffe, als glanzende Sterne über dem Schlacht-felde , und standen den Streitenden Key. DerSohn Apollo's und der Muse zähmte abermalsthierische Menschen mit seinem Sajtenspiel, unddrang seiner geliebten Eurydice bis ins Reich derSchatten nach. So stifteten Göttersöhne den Bundder Freundschaft und Treue bis über das Grab:Heroen warens, die Königreiche gründeten, Gesetzegaben, Staaten stifteten, und noch in ewigem Nach-ruhm leben. Sie warteten nicht auf den Stab Mer-kurs, sic durch die Thaler der Unterirdischen zu füh-
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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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186
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