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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 6 (1821) Dramatische Stücke und Dichtungen
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162
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»6-2 II. Dichtungen.

Elendes wissen, denen ich immer nur den Kreis ih-rer Freuden störe? "

Du irrest, sprach der Vater der Genien undMenschen, in deiner dunklen Gestalt wirst du allerWelt der liebste Genius werden. Denn glaubst dunicht, daß auch Scherze und Freuden ermüden?Wahrlich, sie ermüden früher als Sorg' und Elend,und verwandeln sich dem satten Glücklichen in dielangweiligste Trägheit.

Aber auch du, fuhr er fort, sollst nicht ohneVergnügungen seyn; ja in ihnen oft das ganze Heerdeiner Brüder übcrtrcffen." Mit diesen Wortenreichte er ihm das silbergraue Horn anmuthigerTraume. Aus ihm, sprach er, schütte deineSchlummerkörner, und die glückliche Welt sowohl,als die unglückliche, wird dich über alle deine Brü-der wünschen und lieben. Die Hoffnungen, Scherzeund Freuden, die in ihm liegen, sind von deinenSchwestern, den Grazien, mit zauberischer HaNdvon unsern seligsten Fluren gesammlrt. Der äthe-rische Thau, der auf ihnen glänzet, wird einen je-den, den du zu beglücken denkst, mit seinemWunsch erquicken, und da sic die Göttin der Liebemit unserm unsterblichen Nektar besprengt hat: sowird die Kraft ihrer Wollust viel anmuthiger undfeiner den Sterblichen seyn, als alles, was ihnendie arme Wirklichkeit der Erde gewähret. Aus demEhor der blühendsten Scherze und Freuden wird manfröhlich in deine Arme eilen: Dichter werden dichbesingen, und in ihren Gesängen dem Zauber dei-ner Kunst nachbuhlen: selbst das unschuldige Mäd-