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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen.

sagen, daß die Münzen ein Werk des Publikums;allein man weiß auch, wie simpel und einförmig bei-nakc sic damals gerathcu, da man in freien Republi-ken nie gern ohne Noth Abänderungen machet.

Zu den Zeiten einer Monarchie kann sich ausvielen Ursachen die Münzcnkunst mehr aufnchmen:allein um so uncigentlichcr schon ein Werk des Publi-kums. Unter einem Philippus, und Alexanderdem Großen, und den Ptolemäern, und den Casa-ren sind die Münzen vortrefflich: sie können über

nichts als die Unvcrwerflichkcit derer zeugen, denenher Hof die Münzsorge ausgetragen, und, wenn manwill, über die Güte des Hofgeschmacks. Unter Lud-ivi,g XI V war die Akademie der Inschriften das Publi-kum , das Münzen schul sie dem ganzen Frank-reich , das sie größtentheils nicht verstand, zur Lastzu legen, wäre ungerecht. Zu Christinens Zeitenwaren ihre Antiquitatcnlieblinge das gebildete schwe-dische Publikum, das sich nach ihrer antiquarischenKönigin bcquemte. Und die Cultur Rußlands ausden guten Münzen zu berechnen *) , die unter derKaiserin Anna und andern geschlagen, ist für Ruß-land eine sehr leidige Ehre, die ihm ein Mitgliedder. Akademie und ein Stempelschncider verschaffenund verderben kann. Ich weiß, daß Klotz alle dieseBeispiele für sich anziehct, und in seinem süßenMcllrone singet:wie genau mit der Verbesserungder Wissenschaften und Künste in einem Lande aucheine bessere Gestalt der Münzen verbunden sey,

*) S. 170.