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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen. 2c5

auf Münzen einmal gäng und gäbe geworden daaus ihnen auf den moralischen Charakter ganzer Na-tionen und Zeiten schließen?!

Klotz führt Beispiele *).Die Gewalt des Aber-glaubens und einer sclavsschen Unterwerfung gegendie Priester herrscht in den Büchern und Briefenjener finstern Zeiten eben so sehr, als auf denMünzen, welche die Fürsten, vormhmüch inDeutschland, damals schlagen ließen, als mankbcils zu ohnmächtig und schwach war, sich dergeistlichen Herrschaft zu widerfttzen, theils nochder wohlthatigen Hülse der Weltwcisheit, dieserFreundin und Schwester der Religion, entbehrte,um die Fesseln des Vorurtheils zu zerbrechen. Istes zu verwundern, daß ein solches Zeitalter nichtslieber auch auf Münzen sah, als Kreuze, Schlüs-sel, Bücher, Bischofsstäbe und Kirchen."Wie? die mittelmäßigste Kenntnis der Mittlern Ge-schichte und Rechtsgelehrsamreit, die diplomatischeStavrologie und Sphragistik, zeigt sienicht, daß Kreuze und andere Zeichen altes Herkom-men gewesen, das freilich im Anfänge aus Aber-glauben aufkam, nachher aber Jahrhunderte hinwegurkundliche Gewohnheit, bestimmtes Rechts- undHoheitszeichen, u. s. w. blieb wie also in jedemJahrhundert, und in jedem Subjekt ein Zeuge aufmoralischen Charakter? Wie manche von diesen wer-den noch heut zu Tage signiert, wo sie ihres Lrrssind? und in den Damaligen Zetten scllce man sie

) S. cs.