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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kritische Wälder.

aus gutem Wohlgeschmack unterlassen, sich den Haßder Geistlichen, und vielleicht die Ungültigkeit derGepräge zuzichen, die sich dem Herkommen nichrunterwerfen? Nicht lieber ein Kreuz siqniren, woes zeit - und landüblich war, als ein Thor undein Ketzer, des guten Geschmacks wegen, seyn wol-len? Unzeitiges Anbrinqen des guten Geschmackszuerst auf einer Münze, noch einzeiliger aber, da,wo alles Herkommen ist, guten Geschmacksuchen und verurthcilen wollen!

Man hat den Holländern oft eine beleidi-gungsvolle Verachtung gegen Könige undFürsten vorgeworfen. Ob man ihnen gleichdie Begierde, über andre zu lachen und zu spot-ten , gelassen , so hat man doch die Artigkeit , Höf-lichkeit und den Anstand von ihren Satyrcn qc-trcnnet. Die bei vielen Gelegenheiten in Hollanderfundenen und geschlagenen Münzen bestätigen je-nes Urthcil vollkommen." *) Aber wer hat sieerfunden? wer hat sie prägen lassen? Gewiß nichtdie ganze Nation, über deren sittlichen Charakterder Verfasser nach dem Völkerrechte so billig ur-theilt: oft Privatpersonen, und oft Fremde. Werdie Freiheit der holländischen Münze kennet, denZusammenfluß so vieler Nationen daselbst, das In-teresse , das dies Volk des Commcrzes wegen an denBegebenheiten der meisten Länder hat, und danndie ehrliche Dreustigkeit, die sich der Holländernimmt, siine Meynung heraus zu sagen, und dann

*) S. so.