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Kritische Wälder.
dem gar ftin sittlicher Charakter? und gar deut-licher, als eine Schrift das Bild des Schriftstel-lers mahlet? Das alles, liebe Göttin Moncta,auf einer Münze!
Es ist nicht gut, daß es dem Verfasser beinahezur Gewohnheit geworden, die Gedanken anderer soanzufähren, daß sie sich selbst kaum mehr ähnlichsehen , und so selbst mit seinen Lcibautoren. Hier *)citirt er, z. E. so seltsam und weitschweifig, alsder verspottete **) Grillo seinen Pindar nicht bciru-fcn kann, um einige Scittn des unbestimmtestenGemisches zu bestätigen: „So wahr ist der Aus-spruch eines Mannes, welcher die tiefen Einsichten„und alle Eigenschaften eines großen Genies," u.s. w. — Wie? und dieser wirklich große Mannsollte mit seinem Ausspruche das vorhergehende Ge-tümmel von Halbwahrhciten bestätigen? Er es bestä-tigen, daß alle bildenden Künste überhaupt als ver-borgne Verratherinnen der Denkungsart desjeni-gen sind, der sich mit ihnen beschäftigt? Er es ^be-stätigen, daß Ein Werk eines Künstlers eine nochgetreuere Schilderung seines sittlichen Charakters(seines sittlichen Charakters!) sey, als eineSchrift das Bild des Schriftstellers? Er die ernie-drigende Besichtigung anrathcn, in einem Kunst-werke die Triebfedern lesen zu wollen, die den Geistdes Künstlers (wie eines Taglöhners) in Bewegung
gesetzt,
*) S. Ich.
**) S. Klotzens bibl. St. 3.