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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen.

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sam zu buhlen, die eine göttliche, königliche Junoist. Die Mcil, lerei, die in Allem ungemein vieleEigenheiten, Veränderungen und willkührliche Pin-selstriche erlaubt, mag an ihrem Thcile eine verborg-ne Verratherin der Denkart seyn, als alle Cibyl-lenbrüder wollen: die Modebeispicle, die Klotz an-führt *), vom sanften Raphael und vom ernsthaftenAngela, vom hitzigen Hannibal Earaccio und vomschreckhaften Ribera, und vom niedrigen Brouwer,vom versäumten Kupetzki, und vom fühlbaren Van-dyk alle diese Taschenraritatcn sind aus ihr, derMahlerci: und in so gutem Tone sie auch mögengesagt seyn, was gehen sie die Münzkuust an? Un-ter allen kann diese am wenigsten vom Künstler ver-reichen : selten ist der Erfinder der Medaille auch derZeichner, der Stempelschncidcr, der Arbeiter: mei-stens ist dieser nur der Handarbeiter von dem Kopfedes ersten und wie nun? daß die Münzeeinenoch getreuere Schilderung seines sittlichen Eharak-ters seyn soll, als eine Schrift das Bild desSchriftstellers," welch ein Dunst! Unter allenbildenden Künsten ist das Münzengepräge am we-nigsten freies Kunstwerk. Landesherrschaftli-ches Hoheitszeichen, Denkmahl einer Begebenheit,veranlaßtes Symbol also der Hofherrlichkeit,der Geschichte, des Bedeutenden wegen, dazu ists.Das Schöne tritt zurück, und wie weit hinten-nach die freie Wahl des Künstlers? die Willkührseiner Bearbeitung? seine Denkungsart? zudemdie Triebfedern, die ihn in Bewegung gesetzt? zu-

*) S. 10.