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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen»

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gesetzt, und die Neigungen, welche seine Hund ge-leitet? Er mit dem Geist ersehen zufti.den seyn,in Kunstwerken nichts so eigentlich, als das vor-nehme, oft so unvcrstandne, Wort: sittlicher Cha-rakter! sehen zu wollen ? So schielende Anfüh-rungen , die Klotz zur Zeit und Unzeit auf der Zun-ge hat, entehren, und einen von Hagedorn ent-ehren sie doppelt. Wir wollen es unterwe-gcns lassen, aus der Lippe Leopolds des Großenauf seinen Münzen den sittlichen Charakter, die Trieb-federn , die Neigungen, den Geist, die Denkungsartseines Stcmpelschneiders zu wcißagen.

Ich wünsche unsrer Zeit, die sich beinahe dareinverliebt hat, aus Dichtungs - und Kunstwerken densittlichen Charakrer des Dichters und Mahlers zu stn-direN, einen zweiten Lesung, der die Gcanze zwi-schen Dichtkunst und persönlicher Sittlichkeit, zwi-schen Kunstwerk und Charakter scheide. Auf denMünzmeister aber, der seine Denkungsart auf Mün-zen offenbaret, wird der sich wohl nicht einmal herab-lasscn wollen und dürfen: denn dieser wischt durchdie Hände. --- Das war der Künstler und

2. Der Fürst *).Auf eine zwar verschiedne,aber eben so deutliche Art scheint der Fürst, wel-chcr die Bilder zu Münzen entwirft, und die Auf-schrift dazu setzt, seine Denkungsart an den Tag zulegeN.^ Und wie viel Fürsten sinds denn, dieBilder zu Münzen entwerfen, und die Aufschrift

*) S. rb.

Herders W.z.sch.Lit.u.Kunst. V.