Drittes Wäldchen»
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gesetzt, und die Neigungen, welche seine Hund ge-leitet? Er mit dem Geist ersehen zufti.den seyn,in Kunstwerken nichts so eigentlich, als das vor-nehme, oft so unvcrstandne, Wort: sittlicher Cha-rakter! sehen zu wollen ? — So schielende Anfüh-rungen , die Klotz zur Zeit und Unzeit auf der Zun-ge hat, entehren, und einen von Hagedorn ent-ehren sie doppelt. — — Wir wollen es unterwe-gcns lassen, aus der Lippe Leopolds des Großenauf seinen Münzen den sittlichen Charakter, die Trieb-federn , die Neigungen, den Geist, die Denkungsartseines Stcmpelschneiders zu wcißagen.
Ich wünsche unsrer Zeit, die sich beinahe dareinverliebt hat, aus Dichtungs - und Kunstwerken densittlichen Charakrer des Dichters und Mahlers zu stn-direN, einen zweiten Lesung, der die Gcanze zwi-schen Dichtkunst und persönlicher Sittlichkeit, zwi-schen Kunstwerk und Charakter scheide. Auf denMünzmeister aber, der seine Denkungsart auf Mün-zen offenbaret, wird der sich wohl nicht einmal herab-lasscn wollen und dürfen: denn dieser wischt durchdie Hände. --—- Das war der Künstler und
2. Der Fürst *). „Auf eine zwar verschiedne,„aber eben so deutliche Art scheint der Fürst, wel-„chcr die Bilder zu Münzen entwirft, und die Auf-schrift dazu setzt, seine Denkungsart an den Tag zu„legeN.^ Und wie viel Fürsten sinds denn, dieBilder zu Münzen entwerfen, und die Aufschrift
*) S. rb.
Herders W.z.sch.Lit.u.Kunst. V.