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Kritische Wälder.
S.
Klotz fährt fort:
„Ueberhaupt können wir die bildenden Künste„als verborgne Verräthcrinncn der Denkungsart„desjenigen anfehen, der sich mit ihnen beschäftiget.„Die Wahl des Gegenstandes und die Bearbeitung„desselben mahlen uns den Künstler auf eine ihm„selbst unbemerkte Act. Ein Werk eines Künstlers„ist oft eine noch getreuere Schilderung seines sitt-lichen Charakters, als eine Schrift das Bild„des Schriftstellers. Wir lesen in jenem noch„deutlicher, als in dieser, die Triebfedern, die„den Geist des Künstlers in Bewegung gesetzt und„die Neigungen, welche gleichsam seine Hand„geleitet." *)
So unbestimmt und moderecht, als dieser All-gcmeinsatz hier stehet, ist er wieder hlos das Me-teor von einer Bemerkung. Welche bildende Künstesind Verrätherinnen der Denkungsart desjenigen,der sich mit ihnen beschäftigt? Ohne Zweifel, dieihm Wahl, Eigenheit und Eigensinn erlauben: die-ses sind nicht alle in einem Grade, ja die vollkom-mensten der bildenden Künste erlauben am wenigsten.Die Bildhauerkunst, die Baukunst hat bei ihrenIdealen so hohe und strenge Regeln, daß cs wohlkaum dem Künstler frei stehet, mit der Kunst glcich-
*) S. io. it'.