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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kritische Wälder.

lich: denn nicht sie, eine fremde Nation ists, diedurch sie wirket. So viel aus ihren Münzen ge-schlossen werden mag; auf ihren Geschmack und Lie-be zu den Künsten wenig. Was in dem römischenGeschmacks und Künsten denn eigentlich römisch,was hingegen nur von Griechen geformt nach derRömer Weise gewesen? wo die Römer selbstgedacht und gearbeitet-, oder nur denken und ar-beiten lassen? verliert sich in den Schatten, und istdies nicht eben das Hauptlichteiner Geschichte desGeschmacks und der Künste Roms aus Münzen?"Wie? wenn die Griechen bis auf jedes Einzelneverloren gingen, wie, würden die Römer nicht sieg-prangen? Da sie aber nicht verloren sind, da wiraus andern Quellen, als aus Münzen, es wissen,wie sehr sie in den Geschmacks- und Kunstlaufder Römer unsichtbar cinwirkt: welchen Behaupte«:wird das nicht zweifelhaft machen, aus Mün-zen ihre Geschmacks- und Kunstgeschichte zimmernzu wollen?

Die Zeit der so genannten gordischen Münzen.Daß ihre Urheber keine Griechen und Römer we-der an Geschmack, noch an Kunst, noch an irgendEtwas gewesen, das sieht der Blinde; ja es lassensich die Ursachen sogar cinsehcn, warum sie nichtdas Eine, nicht das Andre, haben seyn können?Es laßt sich sogar der falsche Geschmack, der dieseVölker angefüllt, nach seinem Ursprünge und Ge-schichte berechmn; und ob ich gleich kein PolykarpLyser bin, so wünschte ich diesen Zeiten einen sol-chen Bcr.chner, aber einen, der sich vor dem Na-men der Barbarei nicht scheue, noch dies Wort