Drittes Wäldchen. soi-
Waffen, Gebräuche, Gebäude, Religion und der^gleichen anbctrifft. — Hieraus laßt sich ohngefabr einNationalcharaktcr bilden, der viel in sich hielte,aber keine Geschichte des Geschmacks und Künste;— ich wollte, daß ein numismatischer Goguet sorin Werk schriebe. Wohlverstanden, daß er in sei-nen Schlüffen keinen Schritt vergebens thuc, beijedem den Grad der Wabrschein'ichkeit in Maas neh-me, und den seltnen philosophischen Genius hatte,einzelne Data niemals zu allgemein zu gencralisiren,noch auch diefseit des Ziels stehen bleibe, aus wel-ches man zu schließen könnte — wäre dies, wassich bei Klotzen fast alles im Gcgenthcile zeiget: sohatte man freilich „eine Geschichte des Geschmacks„und. der Künste bei den Griechen aus Münzen,"aber auch zugleich ein in Beispiele gebrachtes Lehr-buch der historischen Wahrscheinlichkeit, eine Logikhistorischer Schlüsse, nicht eine Sammlung kahlerAllgemeinsatze.
Vorausgesetzt wird hier zum Grunde der ganzenSchlußfolge: daß die Griechen auf der Babn ihrerCultur selbst fortgcgangen, nicht etwa von der unsicht-baren Macht fremder Völker darauf fertartrieben,und umhergestoßen'seyn, daß also aus ihrem Laufedie Kraft der Nation mit Grunde berechnet werdenkönne. Was es für Fehlschlüsse gebe, diesen Laufanzunchmcn und zu berechnen, wo er nicht ist, wer-de ich am andern Orte an den Griechen zeigen; hierdie Römer.
Aus der römischen Münzcnfolge eine Geschichteihres Geschmacks und der Künste ist durchaus trüg-