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Kritische Wälder/
vor Augen —, durch alles ward also ein poctiesches, ein allegorisches Publikum ge-bildet, das die Bildersprache verstand, fühlte, bc-urtheilke, fortpflanzte. Die Allegorie hatte tiefeWurzeln in allem, was national heißt, geschlagen,in Sprachen, Gedichten, Philosophien, Kunstwer-ken: sie gehörte zur Cultur dcS Volks, sie wardDenkart des Publikums.
Unser Publikum ist aus diesem Gleise der Cul-tur, aus diesem Vehikulum der Denkart hinaus.Wenige Bilder ausgenommen, und die Ikonogra-phie der Alten ist uns nicht nationell; nicht ausunsrer Sprache geschöpft, und oft nicht einmal mitdieser stimmend; nicht aus unscrn angcbohrncn Ido-len, in denen wir uns als Kinder allgemeine Be-griffe denken, gebildet, und oft denselben widersprexchend — nicht also dem Auge des gemeinen gutenVerstandes unter uns kennbar, nicht also national.Die Idole etwa und Mahrchcn, in die unsre Kind-heit allgemeine Begriffe kleidet, sind gothisch, oftungeheuer, säst niemals für die Kunst. Sie sindnicht von griechischen Dichtern der Schönheit, son-dern durch nordische Mährchen eingepflanzet: einigevon ihnen bestätigt unsre Sprache, die sich nach ih-nen bcqucmct: alle aber sind gegen die Menge
griechischer Nationalbilder nur ein verschwindendesZwei oder Drei. In den Schatten der Jahrhun-derte sind sie verschwunden; und für die Kunst ha-ben wir auch an solchen gothischcn Gestalten derEinbildungskraft nichts verlobrcn. Die reinere Wis-senschaft , die in unfern nordischen Gegenden durch-aus freier von solchen Hüllen her Mittagsländcr ge-