Drilles Wäldchen. ry5
Men, und, so oft sie wiederkommcn, noch immerdem Auge gefallen. Die öffentlichen Anreden undGeschenke, die Vergötterungen, Adoptionen, Ver-mählungen, Spiele, überhaupt die öffentlichen Ge-legenheiten zu Münzen waren unverworrener, alsjetzt, da man oft mit allen Bildern rings um diezusammengesetzte Idee herum gehet, vbne sie zutreffen, sie entweder halb und schielend ausdrückt,oder die Münze mit Symbolen überladen muß. DieAnlässe zu Münzen haben sich ins Große, und imDetail der anzudeutcnden Umstande so sehr insKleine vermehret, baß mir grauet, über alle poli-tische, kirchliche, gelehrte, kunst- und Wissenschaft'liehe Situationen und Merkwürdiakeiten unserer ZeitMünzen nach alter Art anzugcbcn, wo man siefordert und fordern kann. Gatter er hat anqe-merkt, daß dle französischen Münzen auf die Ge-burt eines Kronprinzen sammtlich nicht die concreteIdee ausdriicken, die sie ausdrücken sollen, sic sa-gen entweder zu viel, oder zu wenig — und wie,wenn sich ein philosophischer Thronst der Medaillen-wissenschaft nun überhaupt darauf cinlasseN müßte,die Vorstellung aller vornehmsten Merkwürdigkeitenunsrer politisch so verfeinerten Zeiten, nach demGe-schmacke der Alten zu verbessern — welch Labyrinth!Ich sage kein Wort davon; denn wie viel wäresonst zu sagen?
Wenigstens also nicht so ganz unsinnig , daß dieNeuern Münzen in ein topographisches, oder histo-risches, oder Ccremonkndctail *) abgewichen sind,
*) S. 3a, 33. 3li„
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