Drcttcs Wäldchen.
schon die Wappcn hcchstvcrwilligte oder brüdcrlich-beliebte Eharaktcrzcichcn der Personen, Familien undLander, daher die Anordnung und der Plan derWappen; das Herkommen hat sic geschlagen: jedesFähnlein hat seine Rechte und Deutung, woran,nach unserer Verfassung, mehr liegt, als an einemGericht Gesehmack: sie sind Urkunden und Diplo-me — wer will sie andern? wer, wo sie erscheinenmüssen, als überladen schelten? werdenKaisern, Königen, Fürsten, Grafen und Herren,Erzbischöfen, Bischöfen und Aebten, Landern undStädten, Acmtcrn nnd Familien in Europa neueGnadcnwappcn nach altem griechischen Geschmackegeben, daß sie doch nicht so gvthisch-papistisch-barba-risch überladen ausschcn — wer ist der Münzcnleh-rer vom Geschmack?
Zu dem waren in den alten Zeiten der Griechenweniger Städte und Lander, die als Unterschei-dungszeichen auf Münzen kamen, als jetzt. Ich weißdie ansehnliche Zahl griechischer Münzen von Städ-ten und Eolonien, und auf römischen die öftern Bil-der von eroberten Ländern und Provinzen; alles aberreicht auf keine Art an die dreißig tausendWappen unserer Zeit, die Gat lerer als die min-deste Zahl der zuverlässigen angibt. Die Münzengriechischer Städte waren patronymifch; jede hatteden Genius, oder den höhern Schutzgott, oder dasSymbol ihres Orts, und damit wohl! Die römi-schen Münzen stellen dre eroberten Provinzen nichtanders, als erobert vor: sie wählten sich also einMerkmal des Landes , wodurch sich dasselbe für sie,nach dem Gesichtspunkte ihrer Unwissenheit oder po-