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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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kcit sehen, und bei denen dieser Hang zur Belesen-heit, das, was er Geschmack nennt, verschlingt;daß es Leute gebe, die bei einer Münze das Mecha-nische der Kunst richtig im Äuge bab.n, und imannenne dieses nun, Kunstwissenschaft oder Kunstge-schmack,) von ihnen, als Geprägen, urtbcilcn, undwenn sie muntern Geistes sind, sich üver ein Kunft-bild freuen können: daß cs endlich auch Leute gebe,die Vorzüglich auf das Schöne ihr Auge richte«,und weder von Gelehrsamkeit noch dem Kunstmäßi-gen Hauptwerk machen. Wir wollen jene Münz-gelebrtcn, die mittler« Kunstkenner, die lctzun Lieb-haber nennen; sie sind alle drei unterschieden, ibreUnterschiede aber fließ,ir, so wie die Farben einesRegenbogens, od,r eines spielenden Seidengewan-dcs, in einander. Der Künstler kann mehr oder we-niger Liebhaber, der Gelehrte mebr oder wenigerKunstkenner, der Liebhaber mehr oder minder Ge-lehrter seyn. Nichts schadet dem andern: eins mußdem andern aushelfen: und der wahre Philosoph derNumismatik ist alles Drei. Niemand also zumNachtheile, wenn er seine Münzenwissenschast aufChronologie, auf Geschichte, auf Genealogie, aufAlterthümer gewandt: hatte er dem Publikum auchnichts, als solche wissenschaftliche Untersuchungen,geliefert, und den Geschmack an Münzen für sichbehalten unbeschadet! Köhlers historische Münz-belustigungen mögen nichts als historische Belusti-gungen, Gatterers Theorie der Medaillen nichtsals Theorie der Medaillen; Vaillants Münzcn-reihen der Könige, Städte und Colonien nichts alsunmismatische Geschichte sepn: das Schöne, dasüberdem gesehen und gefühlt werden kann, finde