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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Drittes Wäldchen. r6r

Schönheit der Bilder, und das Bedeutende der Al-legorien, und die Weisheit der Inschriften gefühlthaben, an denen sie eine so unersättliche Augenwei-de fanden? Nicht im Mechanischen der Münzen Ge-schmack besessen, dafür sie eben auch in der Abbil-dung sorgten, und das mit Entzücken priesen, wassich nicht abbilden ließ? Wie? daß sie bei diesemSelbstgefühl nicht stehen blieben, und eben mit derErfahrenheit ihres Auges, und mit der Gelehrsam-keit ihres Geschmacks höhere Zwecke auszurichtensuchten; nicht mit dem Instrument prahlten, son-dern lieber Werke aufwiesen, die ihr Instrumentrn stiller Werkstatte verfertigt: soll dies ihnen ge-

gen den zum Nachtheile gereichen, der nichts alssein Instrument vorzeigct, der blos von Geschmackeredet, ohne, was ec damit zur anderweitigen Nah-rung ausgekostct?

Klotz hat ungefähr sagen wollen: daß es Leutegebe, die bei einer Münze vorzüglich auf Gelehrfam-

Schon lange haben gründliche Kenner des Alter-thums es beklagt, daß man so gern mit eini-gem schönen Blendwerk aus den Alten davonprahle, ohne die Antiquität zur Wissenschaftanzuwendcn. Noch neulich hat Erncsti in derVorrede zu seiner Archäologie darüber geklagt,daß diese versäumt er hatte dazu setzen kön-nen, daß sie nach der neuesten Mode gar ver-spottet werde.

Herders W.z.sch.Lit.u.Kunst. V. L