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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kritische Wälder.

sehr wenige angetroffcn, die einen aitdem Nutzen davon zu ziehen gewünscht hätten,als welchen der gemeine Haufe der Anti-quarien bei seinen mühsamen Arbeiten kennet.Zufrieden mit sich selbst und verminen über dieLasten, welche sie ihrem geduldigen Gedächtnisseauflegen, lachen diele bestaubten Männer überun're gutgemeynte Frage, ob sie auch in denTempel des Geschmacks gehen wollen? und ant-worten muthig: Nein! dem Himmel sc» Dank!das ist nicht unsre Sache. Geschmack ist nichts:wir besitzen die Geschicklichkeit, fremde Gedankendurch lanae Auslegungen zu erweitern; aber selbstdenken wir nicht. Die nützlichsten unter simensind die, welche die alten Münzen um befristenlieben, weil sie ihnen Gelegenheit geben, chro-nologische Untersuchungen anzustellen. Ihre Ar-bcit müssen wir mit Dank erkennen, und sieselbst verdienen ein aufrichtiges,,M itl eiden, weil ibnen das Vcrmö wn ver-tagt ist, bei ihrer Gelehrsamkeit zugleich das Bcr-gnüqen zu genießen, welches andern ein guterG eschmack gewahret. Spon, unterrichtetin den Geheimnissen der Physiognomie, las dieDenkungsart und die Eigenschaften der Menschenauf dem Gesichte, das ibm die Münze vorstellte,und Addison, höherer Gedanken fähig, vec-glich die Bilder auf Münzen mit den Gedankender Dichter, und rechtfertigte hiedurchseine Hochachtung für das Alter-t hum. Ich w ünsche meinem Vater-land mehrere Nachfolger des letztem, und ichwerde mich freuen, wenn unsre Ge-