gedickt auf den Knaben seines Freundes gemacht;er seps, der unter dem Namen Corydons spreche,und fühle, und seufze, weil es Apulejus sagt —Wozu aber sagt es Apulejus? Etwa um VirgilsUnmasigkcit zu tadeln, und seine bösen Sitten zuschelten? Umgekehrt! mitten unter Apologien fürdie Liebhaber der Schönheit führt er ihn noch miteinem Lobe der Bescheidenheit an, daß er derNamen seiner Günstlinge im Gedichte gcschonet.Schlechtes Lob! wird man sagen, über eine tadelnS-wcrthe Handlung; elende Bekleidung eines Fehlers,ihn namenlos zu begehen! Aber wo mag der Feh-ler, die tadelnswerthe Handlung denn bei Apulejuswohnen?
Ich mag keine neue Vertheidigung der sokva-tischen Liebe übernehmen, da schon mehr, als einer,sie vcrthcidigct Hat: ich betrachte Virgil nicht mehrals sokratischcn Liebhaber seines Alexis, sondernals den Liebessangcr desselben; und welch ein bren-nender Liebesgesang? wer könnte die Flamme nochentschuldigen? — Ich bins, der sie entschuldigt;und eben der Apulejus, der meinen Eklogisten füreinen Liebessangcr in seinem, obgleich verdeckten,Namen angiebt, mag ihn auch rechtfertigen. Crrede: ()uanto inockestirw lVksntuanus koata, czuiitickem, nt sZo, xusruni sinicü »ui kol-
lionis Luccckiao luckiaro lauckans --
Wie ? so ist Virgils Ekloge, nach Apulejus Zeugnis,blvs ein scherzhaftes Lob-, ein scherz-haftes Hirtengedicht gewesen? so unschuldig,daß Apulejus sich picht sicherer stelle» kann, als