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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
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Kritische Wälder.

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chcm Ganpmedes läßt sich freilich seine vorige- feisteLandschone, Galatea, wohl vergessen; da läßt sichwohl ein arnra virningus anstimmen. Mansichet, wo Martial mit seinem hinkenden Schlüssehinaus will; aber im mindesten nicht auf VirgilsEhre. War cs denn Schamlosigkeit, einen Alexisvon Macenas zum Geschenke annchmen, ihn lie-ben , sich an ihm, als Mundschenken, bei Tafelerfreuen, schone Leute und, nach römischer Wirth-schaft, schöne Knaben um sich zu sehen? Ich weißnicht, welcher Ehrbare nicht in der Stelle Virgils,in seiner Gunst Macenas, in seiner feinen Art,diese Gunst zu genießen, sey» könnte. Von bös-artiger Anspielung sehe ich im Epigramm ganz undgar nichts. Und ist Martial wohl der Mann, soEtwas zu verschweigen, wenn ers hätte sagen kön-nen? Ist er nicht eben der, der gewiß zuerst dieberüchtigte vjrgilianische Ekloge ungezogen hätte,wenn sie ihm unter einer bösartigen Allegorie, undnicht anders, hatte bekannt seyn müssen? Einböser Witzling, wie er, hätte Virgilen gewiß nichtso böslich durchwischen lassen, wenn er Schamlosig-keit als Virgils Hauptvergnügen gekannt hätte.

Schon aber Apulejus deutet ja die berüch-tigte Ekloge auf seine Liebeshandel mit dem Alc-xis." Gur! ich nehme sein Work für etwas mehr,als Deutung, für Zcugniß an; und wofür mehrkann ichs nehmen? Virgil also habe sein Schafer-