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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Zweites Wäldchen. 1^7

beweisen soll, beiß er im Verstände Donatus orsxrodus gewesen, beweiset sie nichts. Wer wirdsagen, daß deswegen D. Luther züchtig ausgesc-hen; oder, daß er in seinen Tischreden jedes Wortauf die Goldwage gelegt, weil sich nichts von sol-cher Art in seinem Gesangbucke befindet? WennVirgil scri^tis probw8 ist: muß er darum auchors prokus gewesen scvn? Ich weiß nicht, wiedurch solchen Weg Etwas auf Virgils persönlichenCharakter folge.

Für uns ists schwer, etwas auf ihn auszuma-chen; ob es aber ganz unmöglich sen, ob Virgilspersönlicher Charakter ganz zweideutig bleiben müsse,sehe ich auch nicht so Helle, daß ich Klotzens nonlicsi aliguicl osrti krau sss rs statusrs *) un-tersckreiben dürfte. Mir fehlet die Kunst LessingS,Virgil, seinem gewöhnlichen Charakter nach, so zuretten, als er seinen Hora; gerettet hat; und außer-dem fehlet mir der Drt dazu. Ich will also we-nigstens einige Materialien anführen, die ein andrervermehren und ordnen könnte, um Virgils Scham-haftigkeit zu retten, oder wenigstens genauer desGcgentheils überzeugt zu werden.

Der Hauptzeuge über Virgils Ilnmaßigkcit pflegtDonatus zu scyn: aber wer ist Donatus? Aller

Wahrscheinlichkeit nach, ist das Leben Virgils, dasunter seinem Namen geht, von jüngerer Hand,

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