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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kritische Wälder.

gjl kann immer ein schamhaftes Zeucht gehakt, an-ständig gesprochen iors xroUns), immer eine from-me , edle Seele (animo Krokus); und doch schoneKnaben geliebt, und ooch die Plotia Hieria gekannthaben. Ich sehe nichts, das sich aufbebe, und in-sonderheit zu den Zeiten Macenas, hatte aufbcbendörfen. Isis denn so widersprechend, daß ein Mensch,zur sanften Wohllust geboren, auch dies Sanfte inseiner Miene zeige, daß das, was in der weiblichenMiene schmachtend, ein Liebreiz der Venus wäre;in einem männlichen Gesichte eine Art von Unschuld,von jungfräulicher Bescheidenheit, von schamhafterFrömmigkeit werde? Ohne die Physiognomien derLiebe studirt zu haben, sehe ich beides nicht zusam-menhängend, und da also ors prokusMuß ferner der, der schöne Knaben liebt, damitaller bürgerlichen Ehrbarkeit, und, der sie unschul-dig liebt, aller Tugend der Seele entsagen? Undsiehe! da ist anirno, cemtera vita prokniü Vir^i-lius wo ist der ungereimte Widerspruch, inson-derheit zu den Zeiten Macenas?

Ein Heldengedicht, ein Gedicht von der FelS-wirthschast, Schäferpoesien, können Virgilen im-mer, als Dichter, und, wenn mau will, als be-scheidenen Dichter, zeigen; aber auf sein Leben, aufseinen Charakter, und insonderheit auf die frommeMiene seines Gesichts können sie weniger beweisen,als Swifts Predigt über die Dreieinigkeit beweisenkann, daß er in die Biergesellschaften als ein ver-kleideter Satyr gegangen; daß er sein Märchen vonder Tonne geschrieben. Wenn diese Abhandlung