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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Zweites Wäldchen.

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ziehen, das sich in ihr so sehr auszcichnct. Nochjetzt ist das Gefühl der Italiener über diesen Punkt,von dem Gefühle nördlicher Europäer, sehr verschie-den: und sie sind doch, dem einen Theile nach,

selbst ja nördliche Europäer: und sie sind doch, demandern Theile nach, noch keine Griechen an Natur:und sie wohnen doch nur unter zertrümmerten Restengriechischer Kunst: und sie haben doch eine Religion,die so sehr die Verhüllung liebet: und sic sind schonin einer Lebensart, die vom bürgerlichen Wohl-stände, und der Politesse gebildet worden Wie?und die Griechen, zum Gefühle der Wollust ge-bohren, von Jugend auf unter den Schönheiten deroffnen Natur erwachsen, zur Lust und Freude beiihren Spielen cingeweihet, und noch nicht zum skla-vischen Puppenwohlstande verdammt, sie solltennicht eine eigene Sittlichkeit des Nackenden habendürfen? sie wollten wir verdammen, wenn sienicht nach Nonncntrachten ihre Zeit schildern?sie sollen sich nicht der Jugend der Welt, derUnschuld ihres Zeitalters erfreuen dürfen, von un-fern züchtigen Verhüllungen frei zu seyn? siesollen verschleierte persi'anische Figuren, Chine-scrschönheiten mit verhüllten Fingerspitzen werden?und ihre Dichter eine Briseis mit schönen Knieen,eine Spartancrin mit schönen Hüften, eine Ve-nus Anadvomene, einen Bacchus mit schönemBauche, einen Bathyllus, wie ihn Anakreon sehenwill: