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Kritische Wälder.
uns eine rauben will, der raube uns lieber dieMutter mit allen Kindern ! alle üppigen Bilder grie-chischer Wollust! — Das ist ein würdiger, züchti-ger, schamhafter Kunstlichter unsrer Zeit.
Der zweite Punkt griechischer Freiheit betrifftdas Nackende ihrer Bilder, und so auch ihrer Aus-drücke des Nackenden in der Sprache. Wer kennethier nicht die griechische Freiheit? allein, wer siekennet, wird er sie verdammen? Einem Lehrer derKunst müssen Worte erlaubt scyn, die keinem an-dern, und einem Griechen, die keinem Deutschenerlaubt sind. Nicht nur, daß die herrlichsten Denk-mahle der Kunst vor ihren Augen nackend, blos,standen, und ihre Kunst überhaupt mehr das schöneNackte, als das züchtig Verhüllte liebte; auch inder Natur selbst bildete sich hier eine Art von eige-ner nationalgriechischcr Schamhaftigkeit des Auges,die niemanden fremde dünken kann, als wer unterihnen noch kein Grieche geworden. Nackte Ringer,nackte Kampfer, nackte olympische Sieger, nacktebadende Schönen, nackte Tänze, nackte Spiele,nackte Feste, halbnackte Trachten — und ihre Dicht-kunst sollte einpressende Klosterlumpcn dulden? Ihrebesten Schriftsteller sollten eine Nonnenehrbarkeitsich einander cingestehen, die das Auge des ganzenGriechcnlandcs, und die Zunge der Aelkesten, Ehr-würdigsten und Feinsten des Publikums sich nichteingcstand? die sich selbst die Philosophen in ihrenSittcnstunden nicht eingestanden ? In einem Punkte,wo cs so sehr auf Gewohnheit der Augenankommt, sollte man, denke ich, eben diese Augen-gewvhnhcit doch wohl bei einem Volke ^u Rathe