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Kritische Wälder.
Stritte auszulachen schienen; aber wie lange hat manschon die Kunst in die Stelle der Natur gesetzt, undmenschliche Verabredungen zu Naturtrieben erhoben?Wie lange aber, frage ich weiter, bat es nicht auchhalbkluge Spötter gegeben, die, da sie Etwas insolchen Sachen menschlich verabredet, gesellschaftlicheingerichtet fanden, endlich alles im Menschen fürmenschlich verabredet, für willkürlich cingepflauzechielten. Sie bestürmten also auch die heiligen Ge-setze der Natur: sie cntweiheten also auch den Altarder liebenswürdigsten Tugend, Schamhaftigkeit: jasie, die frechste Epnikcr, und der Pvbel der Epi-kuraer baueten endlich der Unverschämtheit selbst Al-täre. Wenn die V-rmischung des Angenommenenmet dem Natürlichen in dieser Empfindung so weitabführen kann: ich dächte, so konnte doch der Phi-losoph frei unterscheiden dürfen , und das Gesetz desAristoteles anwcnden : den Jünglingen Macht Schaam-hastigkeit Ehre, den lehrenden Alten aber Schande.Ich fahre also fort.
Die künstliche gesellschaftliche Schaamhaftigkeirkann sich verschieden äußern: in der Sorgfalt, sei-nen Körper zu pcoduciren: „Reinlichkeit, Anstand,„u. f. w." in hundert Gebcrdcn, Worten, Stel-lungen , Thaten, die, als artig, als schön, verab-redet sind: da wollen wir sie „Anständigkeiten, Ar-tigkeiten" nennen: genug! sie sind gesellschaftlichgebildet. Die Empfindung darüber sii-g nicht ausdem Herzen auf die Wangen., sondern erst aus ein-gcpflanzten Begriffen ins Herz Hämin: sie richtetsich also Nach diesen eingepflanzt.n Begriffen. Dasie von der Kunst, man neNne diese Erziehung,