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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
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Zweites Wäldchen. rog

nicht zu nennen wissen. Durch einen allgemeinenBeschluß der Ehrbarkeit wurden solche Benennungenfür unzüchtig erklärt, aus der Sprache geworfen;nicht aber darum auch die Sachen selbst für unzüchtigerklärt, nicht darum die Begierde weqgeschaffct, sol-che namenlose Sachen um so lieber nennen, und daman sie nicht nennen darf, artig andeuten zu wol-len. Das ist der Ursprung galanter Zweideutigkei-len! Zwecn, drei Ausdrücke wurden aus der Spra-che des Anstandes weggebannet, und dem Pöbelüberlassen; zwanzig Umschreibungen aber, fünfzigverblümte Nedartcn, und hundert Zweideutigkeiten,wobei nur der seine Kopf etwas merkt, dagegeneingenommen, und das bieß gesittete, übliche, züch-tige Sprache des Jabrhunderts. Züchtig! m.inet-wegcn! so züchtig, daß Crebillonsche Romane allemögliche Unzüchtigkeiten, mit aller feinen Zucht,vertragen, mit allen lüsternen Täuschungen, durchdie, wie durch einen leichten Flor, die üppigen ReizebloS durchschimmern, uns alle Sccncn und Akteder Unchrbarkeit sehr ehrbar mahlen können, lieb-lich? allerdings so üblich, daß wer, die neueste Ver-drehung dieses oder des Ausdrucks, das Unglückhat, nicht zu verstehen, nach allen Gesetzen des lieb-lichen , nach der neuesten Bedeutung des artigen Wör-terbuchs , in Gefahr geräth, der ernsthafteste Zorcn-reißcr zu werden. Gesitter? so gesittet, daß manmit dem Sittsamen der artigen Welt alle Sittender Tugend beschämen, alle Musen und Graziender wahren Sittsamkeit erröthend machen kann!Das sind die artigen Früchte des löblichenlanturri ku.it in liornLnir verscunciiss Stu-