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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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107
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Zweites Wäldchen. 407

Es versiebt sich, daß ein solcher Zeitpunkt deroffnen Nciturspreiche Frciheit-n buben müsse, die einespätere ZeitUnanständigkeiten" nenne» kann. Sienenne sie so; nur sie nenne sie nicht so in ältcrnunverhohlnern Zeilen, wo man von der Regelnschamdes Dekorum noch nicht so viel musste. Ich bleibebei einem missbrauchten Beispiele incines Autors.Er vergleicht Homer und Virgil in Ansehung deSAnständigen; und wie anders, als daß er für die-sen sprechen musste *),

Ihm gefällt in Homer der Liebesankrag nicht,den Paris an seine Helena thut; und mir, wennich eine Zliade schreiben sollte, missfällt die Stelleso wenig, daß ich dem Griechen lie unschuldige Ein-falt seiner Zeit beneide. Als ein feiger Flüchtlingist Paris dem Zweikampf entronnen, unrühmlichward er unsichtbar: seine Beschützerin Venus mussteihn den Händen seines streitbaren Gegners, Menc-laus, entnehmen. Nicht genug! sic muß ihm fürseine Stunde der feigen Angst im Zwcigefechte so-gleich auch eine Stunde der Erholung in den Armender Helena schenken: Helena muß sich zu einer soungelegnen Zeit zu einer Schäferstunde mit dem be-quemen, der sie ihrem rechtmäßigen Gemahl ent-wandt , und jetzt der Tapferkeit desselben nicht hatteStand halten kennen, den sie in Absicht auf männ-liche Streitbarkeit verachten musste. Ein solchermacht ihr jetzt den Liebesantrag wie charakteri-