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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Zweites Wäldchen.

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Sittlamkcit desselben in Verlegenheit oder Unwillenzu setzen- Weil indessen, man mag nun um dasGeheimnis so weit herumgehen, als man immerwill, die Geschlechterncigun^ doch allen übrigenReizen endlich zum Grunde liegt, und ein Frauen-zjmmcr immer, als ein Frauenzimmer, der ange-nehme Gegenstand einer wohlgesitteten Unterhal-tung ist, so möchte daraus vielleicht zu erklärenseyn, warum sonst artige Mannspersonen sich bis-wcilcn die Freiheit nehmen, durch den kleinenMuthwillcn ihrer Scherze einige feine Anspielunggen durchscheinen zu lassen , welche machen, daßmansie lose oder schalkhaft nennet, und wo,indem sie weder durch auSspäbende Backe beleidi-qcn, noch die Achtung Zu verletzen gedenken, glau-ben, berechtigt zu seyn, die Person, die es nntunwilliger und spröder Miene aufnimmt, eine Ebr-b a rke i t sp e d gnt i n zu nennen. Ich fübredieses nur an, weil cs gemeiniglich als ei» etwaskühner Zug vom schönen Umgänge angesehenwird, auch in der That von jeher viel Witz istdarauf verschwendet worden; was aber das Ur-thcil nach moralischer Strenge anlangt, so gehöretdas nicht hieker, da ich in der Empfindung desSchönen nur die Erscheinungen zu beobachten undzu erläutern habe."

Ich finde die Beobachtungen meines Philosophenso genau und unterscheidend, daß ich sie auf derBahn meines Zweckes, als ein würdiges Vorbild,nachzuabmcn und zu erreichen wünsche. Es gi btsich also die Frage; wie fern und worin die Scham-haftigkeit eines Schriftstellers sich äußern solle?

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