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Kritische Wälder.
-dis wohlbewachte Schaam,
Die jüngste der Charilinnen.
Worte eines Weltweisen (dergleichen wir jetztnicht so gar viele haben,) dünken mich hierüber sonenaeiaqt, und doch so altmenschlich empfunden, daßnuine Leser ihn gern statt meiner Horen werden*).„Die Schaamhafcigkeit ist ein Gcbeimniß der Natur,„sowohl einer Neigung Schranken zu setzen, die sehr„unbändig ist, und, indem sie den Ruf der Natur,„vor sich hat, sich immer mit guten sittlichen Eigen-schaften zu vertragen scheint, wenn sie gleich aus-„schweifte Sie ist demnach als ein Supplement der„Grundsätze höchst nöthig: denn es giebt keinen„Fall, da die Neigung so leicht zum Sophisten„wird, gefällige Grundsätze zu erklügeln, als hier.„Sie dient aber auch zugleich, um einen gehcimniß-„vollen Vorhang selbst vor die geziemendsten und nö-„thigsten Zwecke der Natur zu ziehen: damit die gar„zu gemeine Bekanntschaft mit demselben nicht Eckel,„oder zum mindesten Gleichgültigkeit veranlasse, in,,Ansehung der Endabsichten eines Triebes, worauf„die feinsten und lebhaftesten Neigungen der mensch-lichen Natur gepfropft sind. Diese Eigenschaft ist„dem schönen Geschlechts vorzüglich eigen, und ihm„sehr anständig. Es ist auch eine plumpe und ver-ächtliche Ungezogenheit, durch die Art pöbelhafter„Scherze, welche man Zofen nennet, die zärtliche
*) Kants Betrachtungen über das Schöne und Er-,habene. p. 6r — 6b,