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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
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Zweites Wäldchen.

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cin Schleier wird, die Neigungen der Liebe zu bede-cken. Rousseau mag untersuchen, wann der Menschaus einem vierfüssigen Tlncre cm aufrcchtgehcndcrMensch geworden; seitdem er ein ausrechtgehendccMensch ist, so scheint dem Triebe der Liebe cin an-derer Trieb zum Gesellschafter gegeben zu scvn, derheißt Sc ha am; insonderheit beim schwächcrn Ge-schlechts. Selbst an Thiercn will man etwas «sehn-liches mit ihm bemerkt haben; wo aber auch nicht,so ist doch selbst bei menschlichen Thiercn, den Wil-den, die natürlichste Handlung des Geschlechts nichtebne diese Hülle; und man könnte vielleicht Wahr-scheinlichkeiten angcben, warum sic ohne sie nicht scvndurste? Bielleicht ist bei Menschen der erste Trieb,weniger Instinkt, weniger Naturzug, als bei Tbie-rcn; daß er also durch den Reiz eines Triumvbs,durch kleine zu übersteigende Schwierigkeiten, durchdie begleitende Schaam verstärkt werden mußte.Vielleicht war, insonderheit beim schwachcrn Ge-schlechts, dieser Schleier nöthig, weil in ihm, wieim Schleier der VenuS bei Homer, die Liebe, derReiz und das Verlangen wohncten, weil er einBand scyn sollte, Jupiter so an den Willen derJuno zu knüpfen, als Juno sonst, wenn cs auf Ge-walt ankam, an der güldncn Kette Jupiters hieng:vielleicht würde ohne diese» Vorhang wiederum derTrieb des andern Geschlechts, so wie die übrigen,nicht in d.n Schranken des Bedürfnisses bleiben,und dann, mehr, als alle übrigen, das Menschenge-schlecht zu Grunde richten. Vielleicht sen Viel-leicht: die Folge selbst ist gewiß: die Natur gab ausweisen Ursachen der Göttin Genctvllis eine Vor-gängerin :