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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Kai tisc he Wald er.

Hauptaugenmerk ausgehcn, kann keine poetische Le-ser desselben bilden, zeigt keinen poetischen Leset des-selben an, verrückt vielmehr die Sphäre eines blospoetischen Lesens völlig. Fromm mag sie sevn, aberauch nichts weiter; ich will das Auge meines Jüng-lings nicht verwöhnen, bei Dichtern dergestalt einenKundschafter der Ehrbarkeit abzugebcn, sonst wirder kein poetischer Jüngling. Ein tugendhafter Jüng-ling aber? Recht gut!Die Tugend, sagt derLandpriestcr von Wakestcld , die immer und immereine Schildwache nöthig hat, ist kaum der Schild-,wache wcrth!"-

2.

Jener fragte: was ist Wahrbeit? und ich

werde wohl sebr weitlaustig, was Schaumhaltigkeitscy? fragen müssen, da Klotz nicht etwa über diepersönliche Schaambastigkeit Virgils allein, sondernauch und insonderheit über die SchaambaftigkVit, diein seinen Gedichten chcrrscht, spricht, und mit Allge-mcinsatzen auf so viel andre schanghaite und scham-lose Griechen und Römer beian zieht, daß mir überdas weite Thema angst und bange wird. Man er-laube mir also, mich zum Voraus mit der Fragezu wapnen:worin die Schamhaftigkeit überhaupt

bestehe? wie sie sich einzeln äußere?"

In keiner Aeußcrung ist die Schaam wohl mensch-licher und in unserm Wesen inniger, als wenn sie