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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Zweites Wäldchen,

6 .

Man sichet, wie wenig Ueberzcugung das kahleVerbot ins Allgemeine hin:kein mythologischer

Name komme in ein geistliches Gedicht!" für michhabe: ich muß mich also schon selbst nach Granzen

der Mythologie und eines christlichen Gedichts Um-sehen.

Zuerst rechne ich, wie gesagt, die lateinischeSprache nicht mit: denn schwer ists, zu bestimmen,wo der lateinische Ausdruck aufhorc, und der natio-nalrömische, der mythologische z. E. anfauge. Nochschwerer ists, über so fremde Gegenstände, als einheiliger Gesang liefert, lateinisch, und im Geiste derRömer zu dichten; denn entweder wird der Jude undChrist romanisiren, oder der Nachfolger Virgils undHora; judaisiren, hcllenisircn müssen.

Zweitens rechne ich idie Zeiten nicht mit, dadie Mythologie gleichsam die zweite Mu-tter des poe-tischen Geistes war: und dies ist die Wiedcraufle-

bung derselben in Italien. In der Kunst sprachen dieschönsten mythologischen Ideen dem Auge; in derwieder erstandncn Poesie dem Dhrc: statt des trock-nen Aristoteles ward der mythologische, allegorischePlato der Lieblingswcise Italiens: solche Begriffefüllten die Seele. Entweder wählte man die latei-nische Sprache dazu, und in ihr schien gleichsam dieMythologie schon eingewebt, und unabtrcnnlich;oder man wählte doch mythologische Dichter zumeinzigen Vorbilde; wie konnte sich nun der begeisterteNachahmer sagen: siehe! hier hört die Manier dcS