Zweites Wäldchen. g"
darnach, und sie sind nichts! — Es waren latei-nische Phcases.
Auch Klotzens sogenannte Horazischc Oden *)sind nicht ohne Mythologie: sie reden vom Oracli-vus, und von der Venns, von ü/lnsis und Lurnos-nis, vom pater Oyssus, dem ein ganzer Dithy-rambe mvthologisch gesungen wird, von Faunenund Dryaden, von .Nymphen und Najaden, vonPicrinncn, von Düs und Ooakus, vom phoodus,und vom kinäus, von IVlavors und Lellona,von L^ntlria und !?Iora, ein ganzes Heer allego-rischer Personen ungerechnet. Fragt man mich, wasalle diese Namen hier sollen? Nach Klotzens Ho-merischen Briefen muß ich entweder sagen: un-schicklich , eitle Gelehrsamkeit, verdrießliches, frem-des Geschwätz: oder ich sage: schöne poetischePhrascs!
Als die schöne lateinische Poesie nach jener lan-gen Barbarei wieder erwachte: als die Sannazar'sund Vida's, und Bcmbo's und Fracastor's, gewecktvom Geiste der wieder aufgclcbten Römer, sangen:welcher Phöbus Apollo hätte ihnen damals das Ohrzupfen können? „Dieser Ausdruck ist zu mytholo-gisch, dieses römische Bild hat noch nicht genug„durch den Gebrauch und durch die Gewohnheit seine„mythologische Natur abgelegt — weg damit! Aber„hier mein lieber Vida! stehe Lerss statt panis;„dort IVIeisn statt poetica kacultss: i^eptunus„pro naari: Vulcanus pro D)'aeus xrs
Ktotr Opusc.